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In Deutschland gibt es 4.735.700 Hektar Grünland. Davon sind 2.535.400 Hektar Mähweiden und Almen, 219.300 Hektar ertragsarmes Grünland.
Stand: 2025, Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)
Zahlen nur für Weidetiere liegen nicht vor. Daher folgen Gesamtzahlen für Nutztierarten, die typischerweise auf der Weide gehalten werden.
Quellen: 1 Statistisches Bundesamt (Destatis) (verschiedene Erhebungen); 2 Pferdesport in Deutschland, 2019; 3 Landwirtschaftliche Wildhaltung Mitte-West e. V.
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 4.300 Nutztierrisse bei 1.109 Übergriffen gezählt:
Stand: 2024, Quelle: DBBW
Der Umgang mit Rissen und Schäden ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Allgemein gilt:
Die Bundesländer versuchen, den finanziellen Schaden der Wolfsübergriffe aus Haushaltsmitteln auszugleichen. Der Ausgleich ist allerdings eine Billigkeitsleistung, auf die die Weidetierhaltenden keinen Rechtsanspruch haben.
Als Voraussetzungen für einen Ausgleich müssen bestimmte Bedingungen im Schadensfall und oft auch ein bestimmter Herdenschutz vorliegen. Diese Voraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich.
Im Jahr 2024 beliefen sich die Entschädigungen bundesweit auf 780.399,81 Euro für 1.109 Übergriffe.
Quelle: DBBW
Im Monitoringjahr 2024/2025 gab es in Deutschland 276 Wolfsterritorien: 219 Rudel, 43 Paare und 14 Einzeltiere.
Unter der vereinfachten Annahme einer durchschnittlichen Rudelgröße von 7 Individuen (Schätzannahme) entspricht dies folgenden Wolfszahlen:
Stand: 12/2025, Quelle: DBBW
Die Entnahme von Wölfen ist in den einzelnen Bundesländern bisher unterschiedlich geregelt.
Mit der Aufnahme des Wolfs in Bundesjagdgesetz (2. April 2026) können die Bundesländer die Landesjagdgesetze anpassen und Managementpläne zur Bestandsregulierung aufstellen.
Bereits entnommene Wölfe:
Die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen wird durch die Bundesländer geregelt und durch die Bundesregierung unterstützt.
Alle Bundesländer fördern Herdenschutzmaßnahmen für Schafe und Ziegen, manche auch für andere Weidetierarten.
Förderbare Herdenschutzmaßnahmen sind wolfsabweisende Zäune sowie Herdenschutzhunde. Unterstützt werden jeweils Anschaffung und/oder laufende Betriebsausgaben.
Die Voraussetzungen für eine Förderung sind in den Bundesländern unterschiedlich. Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten zum Wolfsmanagement in den einzelnen Bundesländern.
2024 wurden bundesweit 23.400.903,72 Euro als Präventionsförderung ausgezahlt.
Das Monitoring (also die Beobachtung der Wolfsbestände) ist Aufgabe der Bundesländer. Geschulte Personen etwa aus Jagd, Forstverwaltung und Wissenschaft tragen zum Wolfsmonitoring bei.
Gesammelt, aufbereitet und veröffentlicht werden die erhobenen Zahlen von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).
Der Erhaltungszustand wird für jede biogeografische Region eines Landes gemeldet. Grob entfallen in Deutschland rund drei Viertel auf die kontinentale Region, knapp ein Viertel auf die atlantische Region und etwa 1% auf die alpine Region.
Quellen: https://www.eea.europa.eu/en/analysis/maps-and-charts/biogeographical-regions-in-europe-2, https://www.bfn.de/daten-und-fakten/biogeografische-regionen-und-naturraeumliche-haupteinheiten-deutschlands
Deutschland hat 2025 für die Jahre 2019 bis 2024 in der atlantischen und kontinentalen biogeografischen Region einen „günstigen“ Erhaltungszustand für den Wolf gemeldet.
Im Rahmen des EU-Berichtsprozesses erfolgt anschließend eine EU-weite fachliche Plausibilitätsprüfung, Bewertung und Weiterverarbeitung. In der europäischen Datenbank zum Erhaltungszustand sind zum Stand 04/2026 noch keine Daten für den Berichtszeitraum 2019 bis 2024 veröffentlicht.
Viermal im Jahr aktuelle Infos zu Weidetierhaltung, Herdenschutz und Wolf.
Noch Fragen, Anregungen, Kritik?